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Die Zukunft der Mediaplanung?!

Dienstag, 23. Februar 2010

Wie kann man die Leistungen der Web-2.0-Kommunikation messen? Mit dieser Frage hat sich die Agentur webguerillas im Rahmen ihres 10jährigen Agenturjubiläums beschäftigt. Im Media-Manifest haben sie 12 Thesen zur zukünftigen Mediaplanung zusammengetragen:

1. “Communities statt klassischer Content-Websites” Socials Communities laufen den klassischen Sites und Portalen den Rang ab.

2. “Werbesog statt Werbedruck” Es geht darum, Konsumenten zu aktivieren, ein hoher Werbedruck muss nicht sein.

3. “Fan-Gemeinde statt Zielgruppe” Die klassische Zielgruppe gibt es nicht mehr. Man muss Marken-Fans identifizieren.

4. “Aktivitätsverlust statt Streuverlust” Der Begriff Streuverlust ist überholt. Im Web-Zeitalter wird jeder einzeln erreicht.

5. “Tausend-Gesprächs-Preis statt Tausend-Kontakt-Preis” Der TKP hat ausgedient, benötigt wird ein Parameter für den Dialog.

6. “Gross-Involvement-Volumen statt Gross Rating Point” Die Branche braucht Aussagen über die tatsächliche Werbewirkung.

7. “Always on statt Einschaltquote” Die Einschaltquote verliert an Relevanz, junge Zielgruppen sind always on – im Web!

8. “Involvieren statt rezipieren” Werber und Medialeute müssen umdenken: Der Couch-Potato spielt keine Rolle mehr.

9. “Marken-Content versus Medien-Content” Die klassische Medienlandschaft löst sich auf. Brands und Blogger sind neue Player.

10. “Echtzeit-Monitoring statt Reichweiten-Umfragen” Derzeitige Erhebungen stellen die Mediennutzung nur unzureichend dar.

11. “Globales Dorf statt Nielsen-Gebiete” Die Einteilung Deutschlands nach Nielsen entspricht dem Postkutschen-Zeitalter.

12. “Markenbotschafter statt Werbeträger” Medien und Nutzer haben sich verändert, die Mechanismen der Werbebranche nicht.

(Quelle: Kontakter)

Media-Manifest der webguerillas

Die webguerillas wollen ihre Kennzahlen nicht in Steine meißeln, sondern vielmehr zur Diskussion anregen und gemeinsam mit anderen Interessierten neue Kennzahlen weiter entwickeln und ausarbeiten. Auf http://webguerillas.de/mediamanifest kann deshalb fleißig kommentiert werden.