Mit ‘Twitter’ getaggte Artikel

Twitter-User haften für ihre Links

Mittwoch, 21. April 2010

Twitter-Urteil

So urteilte gestern das Landgericht Frankurft am Main. Auslöser für diesen ersten Beschluss über die Twitter-Haftung in Deutschland war folgende Rechtsstreitigkeit:

In einem Forum postete ein anonymer User wahrheits- und wettbewerbswidrige Behauptungen über ein Unternehmen.

Ein ehemaliger Vertragspartner der Antragstellerin, der nach Vertragsbeendigung in derselben Branche tätig war, verlinkte von seinen beiden Twitter-Accounts auf diese Inhalte. Er wusste dabei, dass diese Behauptungen und Äußerungen falsch waren. Dennoch setzte er die Links zu den Beiträgen mit dem Hinweis, dass diese Informationen „sehr interessant“ seien. (Quelle: rechtsanwalt.de)

Das Unternehmen beantragte daraufhin eine einstweilige Verfügung gegen den Twitter-User mit der Begründung, sein Handeln verstoße gegen die Paragraphen 7 ff. des Telemediengesetz: Danach ist jeder Anbieter von Inhalten für die eigenen Inhalte verantwortlich.

Das Gericht gab dem betroffenen Unternehmen als Antragstellerin Recht und erließ eine einstweilige Verfügung gegen den Twitter-User. “Durch die bewusste Linksetzung hat sich der Antragsgegner die Inhalte zueigen gemacht”, erklärte der Rechtsanwalt des betroffenen Unternehmens Dr. Hajo Rauschhofer in einer Pressemitteilung. Grundsätzlich sei ein Seitenbetreiber verantwortlich, wenn er Links zu rechtswidrigen Inhalten setzte, so Rauschhofer. Es mache keinen Unterschied, ob dies von der eigenen Webseite oder über den eigenen Twitter-Account erfolge. Wer aktiv verlinkt, mache sich die Inhalte zueigen. (Quelle: meedia.de)

Tweets sind also nichts anderes, als eine Website im Miniformat. Gleiches gilt für Re-Tweets, denn in jedem Fall handelt es sich um ein Angebot von Inhalten und fällt somit unter das Telemediengesetz.

Brauchen wir in Zukunft auch einen Disclaimer für Twitter? Müssen wirklich alle in einem Tweet verlinkten Inhalte vor einem Tweet/Re-Tweet bis ins Detail überprüft werden? Und nennt man das dann Sorgfaltspflicht 2.0?

(Artikel ebenfalls veröffentlicht auf Brainwash)

Eine Twitter-Typologie

Dienstag, 13. April 2010

Das Markt- und Medienforschungsinstitut result veröffentlichte vor kurzem die Ergebnisse ihrer Studie über Twitter-Nutzer. Demnach können User in folgende Cluster unterteilt werden:

Typologie-Twitter-Studie

Die Impulsiven
Impulsive schreiben ausdrucksstark, impulsiv und emotional. Ein Großteil ihrer Tweets sind direkte und deutliche Gefühlsäußerungen, sowohl positiver als auch negativer Art.

Die Chronisten
Chronisten nehmen die frühere Eingangsfrage von Twitter „What are you doing?“ wörtlich. Sie halten chronologisch fest, was sie im Alltag tun.

Die RealTimer
Anders als Chronisten („What are you doing?“) verstehen RealTimer Twitter im Sinne der unlängst neuformulierten Eingangsfrage „What’s happening?“.

Die Repeater
Für Repeater ist Twitter ein kommunikatives System, um ihre gesamte Mediennutzung zu vernetzen.

Die Chatter
Chatter nutzen Twitter im Prinzip wie einen öffentlichen Chat-Room.

Die Monothematiker
Bei der Twitternutzung von Monothematikern steht stets ein zentraler Themenbereich im Vordergrund. Ihre Tweets sind in der Regel monothematisch fokussiert.

via Blogpiloten

Twitternd vorm Fernseher

Mittwoch, 10. März 2010
Quelle: geardiary.com

Quelle: geardiary.com

Fernseher, Radio, Laptop, Internet, Smartphone, … – und das am Besten noch in Kombination. Da sage noch mal einer, wir seien reizüberflutet, wir müssten uns dem Schwall an Informationen und Eindrücken wehrlos ergeben. Ganz und gar nicht – das Gegenteil ist der Fall. Einfach vor’m Fernseher zu sitzen und nur auf die Röhre, Verzeihung, den Plasma-Bildschirm zu schauen, ist doch total langweilig. Multimediales Entertainment sag ich nur: mit dem Laptop vor dem Fernseher, das ist heute die Regel. Die Studie “Media Multi-Tasking 2009″ der European Interactive Advertising Association (EIAA) belegt, dass knapp jeder fünfte Deutsche gleichzeitig fern schaut und im Web surft. Besonders beliebt sind dabei Online-Netzwerke und Instant-Messaging-Dienste wie twitter.

Da twittert Rayasawozu fernsehen, wenn ich twitter habe” – korrekt! Nehmen wir nur mal das Samstag-Abend-Primetime-Highlight (was für ein Wort) “Deutschland sucht den Superstar”. In drei Wochen kamen zur Show rund 11.151 Tweets zusammen. Da sollte doch die eine oder andere brauchbare Info versteckt sein, nach der man sucht: “nickstudmuffin: #DSDS Kim ist weiter” oder “Denise080293: Manu weiter, Nelson raus #dsds” – ok, danke für die Infos. Und zack, wieder drei bis vier Stunden und etliche Werbepausen gespart.

Da haben wir also die Verbindung von Rundfunk und Social Media. Interaktion wird möglich. Und das Tolle für die Sendeanstalten: sie bekommen Zuschauerfeedback sofort, ehrlich und vor allem en masse. Den Erfolg einer Sendung über die Einschaltquoten zu messen gehört vielleicht schon bald der Vergangenheit an – Set-Top-Boxen adé, Vögelchen, Vögelchen flieg! In Zukunft heißt es dann möglichweise: “Hey Johny, wie schaut denn unsere gestrige Twitterquote aus?

(Artikel ebenfalls veröffentlicht auf Brainwash)

Kurze Verschnaufpause

Donnerstag, 28. Januar 2010

Liebe Blogleser,

ich finde derzeit leider nicht die Ruhe, mein Blog regelmäßig zu pflegen.

Damit ihr aber trotzdem von mir über tagesaktuelle Mediengeschehnisse informiert werden könnt, empfehle ich euch, mir bei Twitter zu folgen. www.twitter.com/medienwolke. Ich würde mich wirklich freuen :-)

Und schon bald wird dieses Blog wieder aufblühen – versprochen!

Medienwolke auf Twitter: www.twitter.com/medienwolke

Medienwolke auf Twitter: www.twitter.com/medienwolke

Twitter-Comic

Dienstag, 05. Januar 2010

Diesen Comic habe ich auf uarrr.org gefunden und will ihn euch nicht vorenthalten:

Comic "Warum ich Twitter mag"; Quelle: uarrr.org

Comic "Warum ich Twitter mag"; Quelle: uarrr.org

Wie sozial sind eigentlich Social-Media-User?

Freitag, 11. Dezember 2009

Social Media – diese Bezeichnung lässt ja vieles hoffen: Medieninhalte von Menschen für Menschen, die nur so vor Nächstenliebe und Wohltätigkeit strotzen. Onlinejunkies, die auch im realen Leben kommunikativ und sozial sind. Einfach Leute, die online und offline gerne sozial interagieren und den Kontakt zu anderen Menschen aktiv suchen. Aber was steckt wirklich dahinter? Vielleicht ja auch graue Mäuse, die Scheu vor wahren Kontakten haben und sich lieber hinter einem perfekten Profilbild verstecken, um wenigstens ein bisschen sozialen Kontakt zu haben.

Die Frage ist: Wie sozial ist es, ständig und überall das Smartphone zu zücken, um noch schnell einen Tweet zu versenden? Oder der Freundin zu sagen „Du Schatz, ich komm etwas später. Muss noch meinen Blogartikel fertig schreiben.“ Würden Social-Media-User, die online Rettet-den-Regenwald-Gruppen beitreten oder zu sozialem Engagement aufrufen, auch einer alten Frau über die Straße helfen? Geben sie fremden Menschen auch so schnell die Hand wie sie auf den „Freundschaft anbieten“-Button klicken?

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Eine amerikanische Studie hat ergeben, dass Social-Media-User tatsächlich sozialer sind. 27,6 Prozent der amerikanischen Social-Media-Nutzer geben an, dass ihre Offline-Beziehungen durch Social-Media-Interaktion profitierten. Fast ein Drittel sagen, sie würden durch Social Media ermutigt, Dinge zu tun, die sie sich zuvor nicht trauten. So so. Daher kommt es also, dass man von den verrücktesten Menschen angesprochen wird und eindeutig zweideutige Angebote erhält. Ist das die Definition von sozial? Fremde Menschen als „Freunde“ zu „adden“, um sie dann mit Farm-Ville-Einladungen zu terrorisieren? Oder noch vor dem Traualtar und Sekunden vor dem Hochzeitskuss die Twittergemeinde von dem einschneidenden Erlebnis Hochzeit zu berichten? Hhmm…

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Aber das sind ja zum Glück alles nur Extrembeispiele, oder?

(Artikel von mir – veröffentlicht auf Brainwash)

Twittern auf klingonisch

Dienstag, 08. Dezember 2009

An alle Twitter- und Startreck-Freunde: Hier gibt´s ein Highlight – Twittern auf Klingonisch

Klingonisch twittern - auf www.tweetinklingon.com

Klingonisch twittern - auf www.tweetinklingon.com

Einfach englischen Text eingeben und auf klingonisch loszwitschern. Viel Spaß :-)

Twittern vorm Altar – man hört die Hochzeits-glocken zwitschern

Montag, 07. Dezember 2009

Wie eng das Social-Media-Leben mit dem echten Leben vebunden ist, zeigt dieses Video wunderbar. Das Brautpaar twittert noch vor dem Altar, dass sie gleich verheiratet sind – damit die Freunde im Web 2.0 auch live dabei sein können.

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Hochzeitstwittern

Facebook und Twitter auf Xbox 360

Dienstag, 24. November 2009

Ab sofort kann man über die Xbox auch Twitter, Facebook, Zune und Last.fm nutzen. Voraussetzung ist ein Xbox-Live-Gold-Konto und die Volljährigkeit der Nutzer.

User können künftig bei Facebook ihren Status aktualisieren, anderen zeigen, welchen Film sie gerade schauen oder welches Spiel sie spielen. Außerdem sind die meisten Grundfunktionen wie Chatten möglich. Wer twittern will, kann dies auch künftig mit der Xbox erledigen. (Meedia)

Zune ist eine Videoplattform, mit der Xbox-Nutzer direkten Zugriff auf Filme in HD-Qualität haben. Last.fm ermöglicht Usern, über die Xbox Musik zu hören.

Facebook und Twitter auf Xbox 360

Facebook und Twitter auf Xbox 360