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Concerts go Social Media?!

Mittwoch, 11. November 2009

Die Musikbranche hat neue Wege gefunden, um Konzerteinnahmen zu vervielfachen. Konzerte werden live übertragen – ins Kino oder über Social Media. Erst vor kurzem sorgte der Livestream des Robbie Williams Konzerts in London für lange Schlangen vor den Kinos. Europaweit wurde sein erstes Konzert seit Jahren von tausenden Fans in über 250 Kinos verfolgt. Ein Guiness-Weltrekord. Bezeichnet wurde das ganze – wie treffend – als „virtuelle Welt-Tournee“.

Vor etwas mehr als zwei Wochen dann die Liveübertragung des U2-Konzerts aus Los Angeles über einen youtube-Kanal (http://www.youtube.com/u2) – der erste Livestream überhaupt auf youtube. Im Vorfeld gab es Berichte, deutsche Musikfreunde kämen ohne kleine Tricks nicht in den Genuss. Hintergrund ist ein anhaltender Streit zwischen der Verwertungsgesellschaft GEMA und youtube über einen fehlenden Lizenzvertrag. Doch youtube setzte sich durch und so konnten auch deutsche Fans das Konzert über youtube verfolgen. Nach Angaben der LA Times sahen 10 Millionen Menschen auf sieben Kontinenten das Konzert live auf youtube. Damit ist es das größte Event in der youtube-Unternehmensgeschichte. Die knapp zweieinhalbstündige Aufzeichnung wurde bis heute über 1,5 Millionen mal angeschaut.

Das könnte der Beginn einer ganz neuen Einnahmequelle für youtube werden – Konzerte kostenpflichtig per Livestream übertragen. Die Konzertübertragungen von U2 und Robbie Williams zeigen ganz deutlich, dass sich die Leute auch mit Liveübertragungen zufrieden geben. Und Geld dafür geben sie auch aus – bei Robbie Williams etwa 25 Euro pro Kinokarte.

Die Evolution beginnt:  Das Konzert in der Wirklichkeit wird zum virtuellen Konzert in der Welt 2.0. Und wer weiß, vielleicht gibt’s ja bald eine 3D-Übertragung für noch mehr Hautnah-Dran-Gefühl.