Archiv für die Kategorie ‘Web 2.0’

Twitternd vorm Fernseher

Mittwoch, 10. März 2010
Quelle: geardiary.com

Quelle: geardiary.com

Fernseher, Radio, Laptop, Internet, Smartphone, … – und das am Besten noch in Kombination. Da sage noch mal einer, wir seien reizüberflutet, wir müssten uns dem Schwall an Informationen und Eindrücken wehrlos ergeben. Ganz und gar nicht – das Gegenteil ist der Fall. Einfach vor’m Fernseher zu sitzen und nur auf die Röhre, Verzeihung, den Plasma-Bildschirm zu schauen, ist doch total langweilig. Multimediales Entertainment sag ich nur: mit dem Laptop vor dem Fernseher, das ist heute die Regel. Die Studie “Media Multi-Tasking 2009″ der European Interactive Advertising Association (EIAA) belegt, dass knapp jeder fünfte Deutsche gleichzeitig fern schaut und im Web surft. Besonders beliebt sind dabei Online-Netzwerke und Instant-Messaging-Dienste wie twitter.

Da twittert Rayasawozu fernsehen, wenn ich twitter habe” – korrekt! Nehmen wir nur mal das Samstag-Abend-Primetime-Highlight (was für ein Wort) “Deutschland sucht den Superstar”. In drei Wochen kamen zur Show rund 11.151 Tweets zusammen. Da sollte doch die eine oder andere brauchbare Info versteckt sein, nach der man sucht: “nickstudmuffin: #DSDS Kim ist weiter” oder “Denise080293: Manu weiter, Nelson raus #dsds” – ok, danke für die Infos. Und zack, wieder drei bis vier Stunden und etliche Werbepausen gespart.

Da haben wir also die Verbindung von Rundfunk und Social Media. Interaktion wird möglich. Und das Tolle für die Sendeanstalten: sie bekommen Zuschauerfeedback sofort, ehrlich und vor allem en masse. Den Erfolg einer Sendung über die Einschaltquoten zu messen gehört vielleicht schon bald der Vergangenheit an – Set-Top-Boxen adé, Vögelchen, Vögelchen flieg! In Zukunft heißt es dann möglichweise: “Hey Johny, wie schaut denn unsere gestrige Twitterquote aus?

(Artikel ebenfalls veröffentlicht auf Brainwash)

Social-Media-Hymne oder Werbevideo?

Dienstag, 09. März 2010

Dieses Video geistert seit gestern durch das Netz und wird jetzt schon auf Facebook als neue Social-Media-Hymne betitelt. Oder ist es einfach nur ein viraler Werbespot für ein virtuelles Telefonsystem? Auf jeden Fall ein super Video mit Ohrwurmcharakter.

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Das Internet in Zahlen

Dienstag, 02. März 2010

Wie konnten die Menschen vor ein paar Jahrzehnten eigentlich überhaupt ohne Internet auskommen? Diese Frage stelle ich mir als Digital Native immer wieder. Erschwerend dazu kommt jetzt noch das Web 2.0 mit seinen schier unendlichen Möglichkeiten. E-Mail, Facebook, Twitter, usw. – der Kommunikation sind kaum noch Grenzen gesetzt. Wie aufwändig und zeitraubend muss Kommunikation früher ohne Internet gewesen sein. Wahrscheinlich fühle ich mich gerade wie meine Ur-Ur-Ur-Großeltern bei der Erfindung des Telefons.

Wenn man sich dieses Video anschaut, wird einem die Bedeutung von Internet noch bewusster.

http://www.vimeo.com/9641036

Social Media in zwei Minuten

Freitag, 26. Februar 2010

Für alle, für die Social Media immer noch ein großes Fragezeichen ist, hier eine gute Erklärung sowie 10 gute Gründe, warum man Social Media nutzen sollte. Und all das in nur zwei Minuten.

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Die Zukunft der Mediaplanung?!

Dienstag, 23. Februar 2010

Wie kann man die Leistungen der Web-2.0-Kommunikation messen? Mit dieser Frage hat sich die Agentur webguerillas im Rahmen ihres 10jährigen Agenturjubiläums beschäftigt. Im Media-Manifest haben sie 12 Thesen zur zukünftigen Mediaplanung zusammengetragen:

1. “Communities statt klassischer Content-Websites” Socials Communities laufen den klassischen Sites und Portalen den Rang ab.

2. “Werbesog statt Werbedruck” Es geht darum, Konsumenten zu aktivieren, ein hoher Werbedruck muss nicht sein.

3. “Fan-Gemeinde statt Zielgruppe” Die klassische Zielgruppe gibt es nicht mehr. Man muss Marken-Fans identifizieren.

4. “Aktivitätsverlust statt Streuverlust” Der Begriff Streuverlust ist überholt. Im Web-Zeitalter wird jeder einzeln erreicht.

5. “Tausend-Gesprächs-Preis statt Tausend-Kontakt-Preis” Der TKP hat ausgedient, benötigt wird ein Parameter für den Dialog.

6. “Gross-Involvement-Volumen statt Gross Rating Point” Die Branche braucht Aussagen über die tatsächliche Werbewirkung.

7. “Always on statt Einschaltquote” Die Einschaltquote verliert an Relevanz, junge Zielgruppen sind always on – im Web!

8. “Involvieren statt rezipieren” Werber und Medialeute müssen umdenken: Der Couch-Potato spielt keine Rolle mehr.

9. “Marken-Content versus Medien-Content” Die klassische Medienlandschaft löst sich auf. Brands und Blogger sind neue Player.

10. “Echtzeit-Monitoring statt Reichweiten-Umfragen” Derzeitige Erhebungen stellen die Mediennutzung nur unzureichend dar.

11. “Globales Dorf statt Nielsen-Gebiete” Die Einteilung Deutschlands nach Nielsen entspricht dem Postkutschen-Zeitalter.

12. “Markenbotschafter statt Werbeträger” Medien und Nutzer haben sich verändert, die Mechanismen der Werbebranche nicht.

(Quelle: Kontakter)

Media-Manifest der webguerillas

Die webguerillas wollen ihre Kennzahlen nicht in Steine meißeln, sondern vielmehr zur Diskussion anregen und gemeinsam mit anderen Interessierten neue Kennzahlen weiter entwickeln und ausarbeiten. Auf http://webguerillas.de/mediamanifest kann deshalb fleißig kommentiert werden.

Kurze Verschnaufpause

Donnerstag, 28. Januar 2010

Liebe Blogleser,

ich finde derzeit leider nicht die Ruhe, mein Blog regelmäßig zu pflegen.

Damit ihr aber trotzdem von mir über tagesaktuelle Mediengeschehnisse informiert werden könnt, empfehle ich euch, mir bei Twitter zu folgen. www.twitter.com/medienwolke. Ich würde mich wirklich freuen :-)

Und schon bald wird dieses Blog wieder aufblühen – versprochen!

Medienwolke auf Twitter: www.twitter.com/medienwolke

Medienwolke auf Twitter: www.twitter.com/medienwolke

Twitter-Comic

Dienstag, 05. Januar 2010

Diesen Comic habe ich auf uarrr.org gefunden und will ihn euch nicht vorenthalten:

Comic "Warum ich Twitter mag"; Quelle: uarrr.org

Comic "Warum ich Twitter mag"; Quelle: uarrr.org

Fundstücke aus dem Web-Mittelalter

Sonntag, 20. Dezember 2009

Spiegel Online hat eine Fotogalerie mit den besten Fundstücken aus den frühen Zeiten des Internets zusammengestellt. Wenig Design dafür aber viele schillernde Farben.

AOL, Quelle: Spiegel Online

AOL; Quelle: Spiegel Online

Ebay; Quelle: Spiegel Online

Ebay; Quelle: Spiegel Online

Facebook; Quelle: Spiegel Online

Facebook; Quelle: Spiegel Online

Flickr; Quelle: Spiegel Online

Flickr; Quelle: Spiegel Online

Google; Quelle: Spiegel Online

Google; Quelle: Spiegel Online

Spiegel Online; Quelle: Spiegel Online

Spiegel Online; Quelle: Spiegel Online

Wikipedia; Quelle: Spiegel Online

Wikipedia; Quelle: Spiegel Online

YouTube; Quelle: Spiegel Online

YouTube; Quelle: Spiegel Online

Social Media in Deutschland und Europa

Samstag, 19. Dezember 2009

Wieder ein sehr gutes Video über die „Macht“ von Social Media – diesmal speziell in Deutschland:

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Unterdessen gibt´s neue Zahlen über die Nutzung von deutschen Social-Media-Plattformen: Facebook hat die 10-Millionen-User-Schwelle durchbrochen und ist das meistgenutzte Social Network in Deutschland. Besonders bemerkenswert daran: Die User-Anzahl hat sich innerhalb von nur 8 Monaten verdoppelt. Auf Platz zwei liegt wer-kennt-wen.de mit 6,2 Millionen Usern, gefolgt von schülervz mit 5,6 Millionen Nutzern.

Userzahlen soziale Netzwerke

Freundschaft 2.0

Freitag, 18. Dezember 2009
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„Wir haben online so viele Freunde, dass wir ein neues Wort für die echten brauchen.“ Treffender konnte es die Welt Kompakt in ihrer aktuellen Werbung wohl nicht bezeichnen! Denn was bedeutet schon „Freundschaft“ auf Facebook und Co? Kumpels, ferne Bekannte oder wirklich fremde Menschen, die man nur added, um mit möglichst vielen Kontakten prahlen zu können? All diese Menschen als Freunde zu bezeichnen ist genau so, als würde man Äpfel und Schokolade als „gesund“ betiteln. Beim einen trifft´s zu – beim anderen ist es maßlose Übertreibung.

Was ist Freundschaft? Wikipedia – der Alleswisser 2.0 – definiert Freundschaft so: „Freundschaft bezeichnet eine positive Beziehung und Empfindung zwischen Menschen, die sich als Sympathie und Vertrauen zwischen ihnen zeigt. [...]Freundschaft beruht auf Zuneigung, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung.“

Vertrauen, Wertschätzung, Zuneigung. So, so. Ich glaube nicht, dass man für jeden seiner Online-Freunde das empfindet. Ein Großteil versauert doch in der Freundesliste ohne verfolgt zu werden. Cameron Marlow, Statistiker bei Facebook, hat herausgefunden, dass Männer durchschnittlich nur sieben „Freunden“ folgen, Frauen immerhin zehn. Allgemein heißt es, dass acht Prozent der Freunde aktiv verfolgt werden, mit vier Prozent „nur“ oberflächlich kommuniziert wird und schüchterne zwei Prozent wirklich wahre, enge Freunde sind. Der überwältigende Rest (immerhin 86 Prozent) ist einfach nur da.

Kontakt mit "Freunden" im Web 2.0

Marlow´s Analyse hat zudem ergeben, dass weltweit 175 Millionen aktive Nutzer knapp drei Milliarden Minuten auf Facebook verbringen – das sind 102 Sekunden pro User pro Tag. Und durchschnittlich hat jeder Facebook User 120 Freunde. Das heißt, man benötigt maximal 0,85 Sekunden pro Freund und Tag, um Freundschaften zu „pflegen“. Respekt! Das ist wahre Freundschaft.

Robin Dunbar, ein englischer Psychologe, ermittelte 1993 die Dunbar-Zahl: 150. Das ist angeblich die maximale Anzahl an Freunden, mit denen wir eine enge und dauerhafte Freundschaften führen können. Heute liegt man mit 150 Freunden im Web 2.0 im unteren Mittelfeld. Viele Facebook-User haben eine vierstellige Freundesanzahl – von Followern auf Twitter ganz zu schweigen. Und auf Dauer sind diese Freundschaften 2.0 auch nicht unbedingt angelegt – da wird ein Freund so schnell wieder entfernt, wie die Anfrage angenommen wurde. Profile werden von „Freunden“ besucht, für die die Bezeichnung „ferner Bekannter“ schon ein Kompliment wäre. „Freunde“ verstauben wie alte Akten in den Freundeslisten. Und Fremde werden zu Freunden, obwohl man sie nicht einmal vom Hören-Sagen kennt.

Viele Social Media User werden sogar richtig unvorsichtig, was das Adden von neuen Freunden betrifft. Es wird einfach jede Freundschaftsanfrage angenommen, egal ob man ihn/sie kennt. Andere gehen aktiv auf Freundesfang und klicken sich wie verrückt durch fremde Profile – nur um die Anzahl der Freunde auf ein Maximum zu pushen. Und so passiert es dann, dass Fremde den vollen Einblick in die Privatsphäre erhalten (wenn man sein Profil nicht entsprechend abgeschirmt hat). Kein Wunder, dass bei dieser Leichtsinnigkeit Fakeprofile wie Pilze aus dem Boden schießen mit einer einzigen Absicht: empfindliche Daten zu stibitzen. Und dann ist das Geschrei groß, obwohl man doch selbst so sorglos mit seinen neuen „Freunden“ umgeht. Der Antiviren-Software-Hersteller Sophos hat getestet, wie unvorsichtig User mit ihren Profildaten umgehen:

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Freunde – das waren einmal Menschen, mit denen ich durch dick und dünn gehen konnte/wollte. Ein Haufen verrückter Hühner, mit denen ich Spaß haben und über Insiderwitze lachen mochte. Und viele tröstende Schultern, wenns mal nicht so rosig aussah. Will ich jetzt mit meinen Facebook Freunden lachen, weinen oder Pferde stehlen? Ähm, nein. Na gut, vielleicht noch lachen, aber danach hört sich der Spaß auch schon wieder auf. Immer diese Selbstdarstellung. Im Zentrum steht oft nur noch das Ego und wie man es poliert bis es funkelt und glänzt. Keine freundschaftlichen Zweisamkeiten und gemeinsame Erlebnisse. Und das ist doch eigentlich das, was eine Freundschaft ausmacht oder ausgemacht hat.

Natürlich kann man „Freunde“ auf Social Media Plattformen noch in Listen einsortieren: „mag ich“, „mag ich vielleicht“, „mag ich gar nicht aber muss ich“. Aber, hallo?! Freunde sortieren – geht’s noch? Ich würde doch auch nicht zu einer Arbeitskollegin sagen: „Ach du, du bist übrigens auf Rang 14.329 meiner Freundesliste“. Da wär´ die Freundschaft auch schon wieder vorbei …

So wie sich die Bedeutung von Freundschaft durch Social Media verändert, so muss auch ein neuer Begriff her – wie wär´s mit „Kontakte“ oder „Leute“ – nicht mehr und nicht weniger. Oder aber – in Zeiten der Selbstdarstellung – vielleicht sogar „Publikum“? Was meint ihr?

(Artikel von mir – veröffentlicht auf Brainwash)